Der “Pleasure Suit”

Gepostet von am Mai 29, 2014 in "Der Jorge's world" | 10 Kommentare

Der “Pleasure Suit”

Ein Bastelprojekt aus dem Jahr 2007.

Die gute alte Schneiderpuppe muss mal wieder ran…
taylor_dummy

Das Schnittmuster ist fertig.

pleasure_suit_pattern

Das “Leibchen” fertig geklebt und genäht, aber noch etwas “nackt”.
pleasure_suit_bodice

Ahh, jetzt wird’s etwas interessanter…
pleasure_suit_electrics

…eine Detailansicht nicht ganz unwichtiger Teile…
pleasure_suit_breast_cups

… die noch nicht montierten “Brustschalen”
pleasure_suit_fitting_cups1

Moment mal, da sind ja noch drei Elektromotoren übrig…
pleasure_suit_overview

Bevor die drei anderen Motoren verbaut werden, sind die Brustschalen erst mal an der Reihe…
ps_breast_cups_assembled

Eine Innenansicht der Brustschale – noch ohne Abdeckkappe für den Vibrator
ps_breast_cups_assembled_2

Der bislang schwierigste Arbeitsschritt – das Verkleben der Brustschalen mit dem Leibchen ist geglückt!
ps_cups_attached2

Kabel und Schläuche sind befestigt und dann kam die kleine Pumpe an.
ps_cups_attached3

Es wird langsam Zeit, eine Verwendung für die anderen Motoren zu finden!
ps_assortet_stuff_again

Aufblasbare, vibrierende Plugs gibt es zwar auch fertig zu kaufen, aber kaum mit 12V-Motoren …
ps_plug_parts_3

Zum Schluss wird der Plug wieder zusammengeklebt, fertig ist das nächste “aktive” Teil!
ps_plug_parts_4

Die kleine Membranpumpe kann den Plug binnen Sekunden zur gewünschten Größe bringen.
ps_plug_with_pump

Nachdem insgesamt nur vier Vibratoren benötigt werden, wird der 5. Kanal die Pumpe ansteuern …
ps_diaphragm_pump_1

Die zweite Pumpe mit mehr Förderleistung für die Brustsaugschalen; hier noch im “Rohzustand”
ps_piston_pump_1

Eigentlich ist der kleine Kompressor eine reine Druckpumpe, also kommt er in ein Gehäuse.
ps_piston_pump_2

Das luftdichte Gehäuse mit seinen zwei Anschlüssen zum “Saugen” und “Blasen”
ps_piston_pump_case

Der Zwischenstand des Projektes; der Teil “Pneumatik” ist abgeschlossen!
ps__pneumatics

Pneumatik und Elektrik sind in einem umgebauten Motorrad-Topcase untergebracht
DSC_0021

Noch eine kleine Stärkung vor der ersten Anprobe des etwas schwer geratenen “Rucksacks”
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Die erste Anprobe des Pleasure Suit mit Rucksack und Befestigungs-”Leibchen”
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Das Bedienteil, hier am Arm festgeklemmt, während der Vorführung am Samstagabend
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Das volle Outfit von der Sonntagsvorführung
pleasuresuit

Seit dem Jahr 2007 hat der Pleasure Suit mehrere Modernisierungen erhalten – überwiegend im Bereich der Pumpen und Akkumulatoren. Alles ist jetzt deutlich kleiner und leichter geworden. Ein paar aktuellere Bilder findet Ihr unter den diversen BoundCon-Slideshows hier auf unserer Website.

Allen, die den Pleasure Suit in bewegten Bildern sehen wollen, empfehle ich unsere DVD Nr. 4 “Poor working conditions”. In diesem Film kommt der Pleasure Suit in voller Pracht zum Einsatz :-).

10 Kommentare

  1. BEAUTIFUL!!!

    • Thank you! We are glad you like it.

      Best wishes, Takattum

  2. Lovely work and perfect for long time wearing

  3. Outstanding engineering solution!

  4. Hallo Ihr beiden,

    faszinierend, was hier so zu finden ist. Auf Eure Site gestoßen bin ich anhand von Fotos aus den Tiefen des Web, die den Pleasure Suit in einer späteren Ausführung mit durchsichtigem “Rucksack” zeigen und mit einem Zusatzteil an der Gasmaske, das meine besondere Neugierde geweckt hat.

    Darf ich, nachdem Ihr die Beschaffungspragmatik der Vibratoren und der Steuerung so schnörkellos entzaubert habt, etwas respektlos sagen, dass es grob aussah wie eine (plexi-) gläserne Garnierspritze? ;-) Verratet Ihr einem in Atemspielen völlig Unbedarften, wozu dieses Teil dient, wie es funktioniert, was es bewirkt?

    Weiter würde mich interessieren, welche Sicherheitsvorkehrungen es für den pumpbaren Plug gibt. Ok, augenscheinlich steuert die “Delinquentin” alle Aktoren selbst bzw. wäre nicht daran gehindert, zur Not den Schlauch herauszureißen – aber gesetzt den Fall, sie wollte in anderen Szenarien mittels dieses Anzuges “fremdbespielt” werden?

    Ich hatte für einen solchen Zweck schon mal an Blutdruckmessgeräte gedacht, die neben einer schön kleinen Pumpe für wenig Geld auch einen Drucksensor hergeben. Entsprechende Versuche habe ich jedoch nie gemacht, zumal ja die Steuerung kaum umprogrammierbar sein dürfte und daher neu gebaut werden müsste (Arduino etc.). Aber auch da hätte ich gerne ein verlässliches Notventil…

    Kennt Ihr die Arbeiten von Stahl Stenslie, speziel Cyber-SM, die schon vor Euren liegen? (https://www.stenslie.net/) Mir dienten sie damals nach einem TV-Feature zur weiteren Anregung der schon pubertären Phantasien, allerdings hat mich bei allen Versuchen zu “technischer Erregung” immer der Lärm gestört und das “Auftragen” der Mechanik oder Pneumatik etc. Kleine Handy-Vibratoren, von denen ich mir zusätzliche Interferenzeffekte (langsamere Schwebungen aus zwei oder drei Drehzahlen/Frequenzen wie bei mehrmotorigen Propeller-Flugzeugen) versprach, erwiesen sich aber leider als zu schwach, insbesondere eingeklebt in Latex.

    Deshalb griff ich die allererste Vorstellung von früher wieder auf, die man heute als E-Stim kennt und selbst da ist noch viel Luft nach oben, wäre noch einiges sogar an Basis-Entwicklung denkbar oder im Bereich fester Implementierung in Latex-Klamotten sogar nötig. (Bei mir sollte es halt an nichts hindern und an sich möglichst unauffällig sein. Äußere Auffälligkeit kann man ja immer noch herstellen, wenn einem die Reaktionen des Partners nicht reichen…

    Ach ja: Der Name “Pleasure Suit” im Gegensatz zu dem mir geläufigeren “Cyber-Sex-Suit” gefällt mir besonders, weil meine Intention vor allem das Erzeugen angenehmer Gefühle ist. Das hat mir auch bisher den längsten Aufwand abgenötigt, da ich von e-stimulierten Zuckungen, Schmerzen oder “Stichelungen” selbst nicht angetan bin und ein erregendes, durchaus starkes Kribbeln bevorzuge – aber das ist ja Geschmackssache.

    Es würde mich freuen, etwas von Euch dazu zu lesen, auch zur tatsächlichen Wirksamkeit Eurer eigenen Entwicklung. Bei mir rührt ein großer Teil der Wirksamkeit doch aus der Phantasie her. Oder anders gesagt: Meine bisherigen Realisierungen sind mindestens zu gleichen Teilen darauf angewiesen, neben dem Körper auch die Phantasie anzuregen…

    Viele Grüße von einem bei Weitem nicht so ausdauernden Bastler

    corpo elettrico

    • Hallo corpo elettrico,

      vielen Dank für Deinen sehr ausführlichen Kommentar. Ich freue mich immer sehr, wenn sich Besucher unserer Website mit meinen Basteleien beschäftigen.
      Zu Deinen Fragen: Ja, das Zusatzteil an der Gasmaske sieht etwas grob aus und es ist tatsächliche eine Plexiglas-Gebäckspritze! Das Teil ist zwar nicht besonders schick, erfüllt aber seinen Zweck ziemlich gut. Der sich in den Zylinder befindliche Gummiball dichtet im Normalzustand den Zylinder fast komplett ab, so dass kaum (zuwenig) Luft in die Maske gelangen kann. Um normal atmen zu können, muss die Trägerin einen Knopf am Bedienteil drücken, nur dann saugt eine kleine Pumpe die Luft aus dem Ball, so dass sich dieser zusammenzieht. Die Betätigung des Knopfes aktiviert allerdings auch andere Funktionen des Suits :-). Die Trägerin wird also ermutigt, die Funktionen des Suits auch wirklich zu nutzen, auch wenn sie prinzipiell die Kontrolle über das Gerät hat und alles einfach abschalten könnte.
      Die Sicherheitsfunktion für den pumpbaren Plug habe ich ganz einfach gelöst: Das graue zylindrische Teil im Rucksack ist ein kleiner Lufttank. Die Pumpe, die den Plug aufbläst, bezieht ihre Luft aus diesem Tank. Das Volumen des Tanks bestimmt daher die maximale Füllung des Plugs und ist so bemessen, dass nichts Schlimmes passieren kann.
      Mit den Blutdruckmessgeräten habe ich auch meine Erfahrungen. Die Pumpen kann man ganz gut verwenden, auch wenn sie nur einen Schlussanschluss haben. Saugen geht damit nur mit Umbauten. Das Überdruckventil kann man auch brauchen auch wenn es im stromlosen Zustand auf „offen“ steht. Ich weiß nicht, ob die Dinger bei längerer Laufzeit nicht thermische Probleme bekommen, dafür sind sie ja eigentlich nicht ausgelegt. Aus dem Rest wie Drucksensor etc. eine brauchbare Steuerung zu bauen, war mir immer viel zu aufwendig…
      Die Arbeiten von Stahl Stenslie kannte ich bisher nicht, werde ich mir aber mal genauer ansehen. Danke für den Tipp!
      Ich finde auch, dass Handyvibratoren zu wenig Power haben.
      Zur Wirksamkeit des ganzen Konstrukts: So wirklich hat das Teil den Namen „Pleasure Suit“ (zumindest für die Trägerin) nicht verdient. Es macht einen Höllen-Lärm, der uns irgendwie an die Geräusche eines MRT erinnert. Eine (körperliche) Stimulationswirkung ist zwar da, aber so ganz der Knüller ist sie ehrlich gesagt nicht. Die Phantasie anzuregen hat das Teil aber wirklich gut geschafft!
      Fazit: Es war ein für mich ein Mords-Spaß das Teil zu bauen, es in Funktion zu sehen, zu merken, dass manche Funktionen für die Trägerin erstaunlicherweise eher unangenehm sind, usw.
      Für eine ernsthafte Stimulation würden wir heute auch eher in die Richtung E-Stim gehen, aber damals war Strom für Takattum noch ein No-Go.

      Viele Grüße
      Der Jorge

      • Hallo Jorge,

        vielen Dank für Deine ausführliche Antwort – dieses Gebäckspritzen-Ballonventil ist ja ein wahrhaft bärwärs-indirektes (immerhin beschränkt willensbeinflussbares) Biofeedback ;-). Ja, so um mehrere Ecken herum phantasiere ich auch gerne. Ich bin halt kein aktiver BDSMler, kann nicht “grob” oder so direkt “gemein” sein, nicht mal wirklich auf ausdrücklichen Wunsch, und möchte es noch viel weniger selbst erfahren. Aber über den Hintergrund “Technik” finde ich ein quasi sublimeres BDSM ziemlich verlockend und auch real anregend, nicht nur im Kopfkino.

        Aber so ähnlich, wie gegeben, hab’ ich mir Deine Antwort schon vorgestellt. Lust auf Knopfdruck, quasi en passant und möglichst beliebig in die Länge gezogen bzw. wiederholt geht eben nicht so “einfach”. Den Vergleich mit einem MRT hätte ich allerdings nicht erwartet – naja, wo gerüttelt wird fallen Späne… ähh… Töne an. Schade, dass man nicht Bass-Shaker mit entsprechender Musik einsetzen kann oder Horntreiber. Dann würde es doch garnicht mehr so auffallen… Aber Kabel zum Verstärker oder noch größere Akkus wären halt lästig. Außerdem wäre das wohl eher Steampunk.

        E-Stim trägt dagegen ja kaum auf, ist lautlos und lässt sich sehr fein und sehr schnell anpassen und ermöglicht meiner Erfahrung nach auch etwas, das sonst sehr schwer sein soll: Das Sich-Fallenlassen bei gleichzeitiger Selbstbeobachtung und -kontrolle und zudem jeweils beide Aspekte einer “BDSM-Paarung” gleichzeitig, ob im Selfplay oder mit Partner. Instant Switching sozusagen. Da sind vorher angestoßene Programmabläufe noch eine nette Erweiterung obendrauf.

        Ein weiterer Aspekt für mich: Die Technik kann je nach Gestaltung mir zugegebenermaßen trotz aller Erklärungen nicht zugängliche psychische Metaebenen ersetzen, mir das Auflösen m. E. typischer BDSM-Widersprüche ersparen, inklusive des Eindrucks der Peinlichkeit oder Albernheit und des Fremdschämens, die mich bei D/S-Vorführungen immer beschlichen haben (wobei ich nicht beurteilen kann, wie real die sind und ob das hinter privaten Türen nicht ganz anders läuft, auch mit den Metaebenen).

        Aber zurück zum E-Stim: Ich über Jahrzehnte immer wieder mal Versuche mit unterschiedlichen Geräten angestellt und auch daran herummodifiziert, war aber immer zu faul, dem Ganzen mit Laborequipment auf die Schliche zu kommen (Funktionsgenerator und Oszilloskop). Ich hab einfach jedes TENS- und TMS/EMS-Gerät ausprobiert, das mir irgendwie zulief, allerdings keine aus dem Erotik- oder BDSM-Bereich. Bei den Elektroden hatte ich mich hingegen recht schnell festgelegt.

        Obwohl die Verifikation mit dem Oszilloskop immer noch aussteht: Es kommt m. E. extrem auf die Kurvenform und die Frequenz an. Mehrere Varianten sind durchaus bereichernd, ständige automatische Variation ist interessant, aber nicht essenziell. Das könnte aber sehr individuell empfunden werden. Nun wäre eigentlich so etwas wie Euer Ballventil an der Reihe, mal ganz abgesehen von eher direktem Biofeedback (einfachen Sensoren für Puls- und Atemfrequenz) und Bewegungs-, Näherungs- und Lagesensoren.

        Mit letzteren (oder mit Funkfernsteuerung) könnte man z. B. einen Erlebnis-Parcours abstecken bzw. den Partner a la Blindekuh oder Topfschlagen “anleiten”, na sagen wir moderner: ein “Indoor-Wherigo” spielen (aber warum eigentlich nicht auch “richtig” per GPS outdoor?).Da wären ja sogar ganz neue (soweit ich nicht uninformiert bin) Events und Cons denkbar, dagegen ist Ponyplay auf der Rennbahn kalter Kaffee. Spannend? Aber ohne entsprechenden und entsprechend ansprechenden Playsuit meiner Meinung nach noch nicht spannend genug.

        Ach ja, eine virtuelle “Isolierzelle”, na sagen wir besser “Haftzelle” könnte ich mir auf diese Weise auch denken und jeder Delinquent kann sich seine persönlich wirksame Intensität selbst einstellen und sie ggf. langsam oder temporär steigern. Mit einem Knopf. Dem einzigen, den er bekommt?

        Ansonsten kann eine ausgefeilte Steuerung trainierte/bevorzugte individuelle Grenzen ja in einem Profil ablegen und zu steigern helfen – oder auch umgekehrt eine höhere Empfindsamkeit einüben helfen Ein Traum im Wortsinn wäre auch noch ein Wet-Dreams-Suit, der sich vielleicht in REM-Phasen einmischt?

        Irgendwelche “Anzeigen” für (heimliche) Beobachter könnte ich mir zusätzlich per Telemetrie vorstellen oder als LEDs bzw. LED-Bänder direkt am Anzug.

        Interessant wäre auch die (Nah-)Kopplung zweier solcher Anzüge: “Was Du willst, das ich Dir tu, das füge erst mir selber zu!” oder “Wie ich mir, so auch Dir!” Gegebenenfalls auch durch Verstärkungs-, Umleitungs- oder Ausweitungsseffekte bei persönlicher Berührung. Auch da habe ich ein Beispiel aus der Kunst: Sonia Cillari https://www.youtube.com/watch?v=r3u3QGMwEXk

        Schön, dass Dir das Basteln soviel Spaß macht – ich bin eher der Theoretiker und Perfektionist. Und die bringen ja praktisch nichts endgültig fertig.

        Vielleicht bis auf Weiteres?

        • Noch ein kleiner Nachtrag:

          Durch einen Zufall bin ich gestern auf Radiotoy – Remote your pain and pleasure
          (www.radiotoy.de) gestoßen und meine auch, etwas ähnliches schon mal woanders gelesen zu haben. Über Hightech-Zubehör für die “Sklavenhaltung” oder so.

          Meine Ideen zur Steuerung, zum Biofeedback, zu Cyborg- oder Cybersex kommen eher aus der Robotik und den Neurowissenschaften und dabei geht’s mir auch eigentlich weniger um Vorführung oder andere BDSM-Facetten, sondern mehr um (gemeinsame) Selbstentdeckung, -gestaltung und -genuss, so ähnlich, wie wenn man seinen Geschmack zu schulen und seine Sensorik zu erweitern und bewusster zu machen versucht. Seine Achtsamkeit trainiert oder so…

          Aber das Quale “bitter” hat ja bekanntermaßen beim Essen und Trinken auch einen wichtigen Platz und die Qualia “Schmerz” oder “Lustschmerz” und “Zwang” lassen sich beim Sex m. E. nochmal ganz anders verstehen und üben, wenn man gewisse BDSM-Paradigmen bei nicht vorhandener Affinität oder einseitiger Vorinformation (meist ja durch die Medien und durch öffentliche Events) auch außen vorlassen kann.

          Ist es also vielleicht Quatsch, normalen Sex oder BDSM-Aspekte mit solchem Gear faken bzw. technisieren zu wollen? Man müsste vielleicht mehr und unvorbelasteter an die Basics heran… (quasi therapeutisch oder eher noch Wellness-mäßig. Cyber-Ayurveda anstatt Cybersex oder Cyber-SM?).

          Mir ist übrigens noch nie eine Frau begegnet, die mit eStim von Anfang an etwas Positives verbunden hätte. Dabei dürften die Erfahrungen von Frauen mit TENS und EMS wohl verbreiteter sein als die von Männern. Aber wenn man mit negativen Prämissen darangeht (Schmerzbekämpfung, Abnehmen-”Wollen” etc.) wird das wahrscheinlich (von selbst) auch nichts.

          Ist für Euch der Pleasure-Suit eigentlich mehr ein Messe- und Event-Eyecatcher und eine Filmrequisite, als tatsächlich – im weitesten (also auch BDSMigen) Sinne – ein Wellness-Produkt?

          LG Corpo Elettrico

          • Hallo Corpo Elettrico,

            vielen Dank für Deine weiteren sehr ausführlichen Kommentare! Bitte entschuldige die späte Antwort, aber wir sind schon im Messevorbereitungs-Stress. Die BoundCon in München beginnt schon in drei Wochen und es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns. Das Prinzip von den Radiotoy-Geräten finde ich auch sehr reizvoll. Ich kenne die Geräte und auch den Entwickler seit Jahren, die sind auch immer als Aussteller auf der BoundCon. Ausprobiert haben wir die Teile allerdings persönlich noch nicht, da wir doch etwas auf unser Budget für derartige Dinge achten müssen. Daher läuft es bei mir meistens auf selbstgebasteltes hinaus. Da kann man ohne größere Ausgaben einfach mal prinzipiell “erfühlen”, ob einem gewisse Dinge so taugen, wie man es sich vorstellt. Gererell würde ich mich eher als Pragmatiker bezeichnen, der wissenschaftliche Hintergrund ist sicher sehr interessant, aber bei mir zählt eher das Ergebnis. Ja, mit den Frauen und TENS/EMS da hast Du, glaube ich, völlig Recht. Letztendlich war es bei meiner Frau auch so, dass sie die anfangs generelle Ablehnung von E-Stim aud diese Weise überwunden hat. Überhaupt sind m. E. die einfachen TENS/EMS-Geräte eine ganz nette Sache für den Einstieg in die E-Stim Welt, die kleinen Teilchen sind recht billig und lassen sich in Grenzen programmieren, so dass man ein Gefühl für “funktionierende” Frequenzen und Impulsbreiten bekommt. Natürlich sind die Wellenformen, Ausgangsleistung usw. bei speziellen Geräten besser auf den “speziellen” Anwendungszweck abgestimmt, aber um ein Gefühl zu vermitteln, ob E-Stim generell etwas für einen ist, kann man mit den Teilchen nicht viel falsch machen.
            Tja, als Messe- und Event-Eyecatcher taugt der Pleasure-Suit schon eher als als Wellness-Produkt. Inzwischen habe ich das Teil übrigens teilweise ausgeschlachtet, um einzelne Komponenten für neue Basteleien zu verwenden -:).
            Wegen der anderen Sache melde ich mich nächste Woche per E-Mail bei Dir, aber soweit ist alles erledigt.

            Liebe Grüße

            Der Jorge

  5. Hallo Jorge,

    dann wünsche ich Euch für’s nächste Wochenende viel Spaß, gute Geschäfte und nette Kontakte.

    Es hätte mich nach dem Besuch Eurer Site gereizt, nach gefühlten -zig Jahren auch mal wieder auf eine solche Messe zu gehen und Euch vielleicht kennenzulernen, zumal, wenn man ja das Gefühl vermittelt bekommt, dass sie nicht nur business as usual für uninteressanten Porno-, Sexshop und Möchtegern-Fetisch-BDSM-Kram ist, sondern tatsächlich kommunikativ – aber irgendwie kriege ich die Kurve nicht, fürchte, meine Interessen sind zu spezifisch und gleichzeitig zu “harmlos”, um dort sonderlich fündig zu werden.

    Wahrscheinlich sollte ich auch einfach mal wieder basteln, ich gebe nämlich auch nicht gerne (viel) Geld für Kram aus, der (bei mir zumindest) nicht hält, was er verspricht. Eher schon mal zweifuffzich für den Zufallsfund eines danach bloß herumliegenden EKG-Kabelgeschirrs (im Sozialkaufhaus), weil das einfach (zumindest für Nicht-Mediziner und Nicht-Betroffene) irre aussähe in Kombi mit einem Techno-Latexsuit und einem blinkenden Steuergerät am Gürtel…

    Die Tage konnte ich mich bei Manufactum nicht mal zu 69 Euro für ein paar geschnürte rote Echtgummistiefel durchringen – weil: Sowas brauche ich ja nicht wirklich. Aber sie verströmten im Laden halt den typisch anziehenden Gummiduft… Ist schon ein komisches Hobby.

    Die hohen Preise des BDSM-eStim-Equipments erkläre ich mir aus den Kleinstserien und den Zulassungsprozeduren und Haftungsproblematiken. Ehrlich gesagt bin ich erstaunt, dass überhaupt noch wer sowas anbietet bzw. kaum verwundert, wenn auch das oft nur schwarz übertünchte Wellness- oder Medizinware ist (sieht für mich meist so aus). Wer da preiswert was Spezielles sucht, muss wohl wirklich selbst basteln.

    Ich hatte sogar schon die verwegene Idee, als Steuerung einen LEGO-Mindstorms RIS/RCX zu nutzen. Heute heißt’s EV3 und möglicherweise könnte man mit dieser Generation sogar (miss-) brauchbare Aktoren aus LEGO zusammenkriegen. Die grauen und bunten Steine sähen an schwarzem Latex vielleicht sogar gut aus, zumindest an spacigen Cosplay-Outfits. Leider ist Mindstorms auch kein gerade billiges Hobby – aber nicht jeder ist handwerklich vollausgestattet oder hat einen 3D-Drucker oder eine CNC-Maschine zur Herstellung seiner kleinen Spezialitäten ;-)

    Wie gesagt: Viel Spaß und liebe Grüße

    Corpo elettrico

    P.S.: Hoffentlich habe ich nicht zwischendrin mal meine Email-Addy unbeabsichtigt verwürfelt,..

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